9. Februar – 18. März 2012
Ausstellung Angelika Kauffmann – Malerei und Mythos
Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag: 11–18 Uhr
Freitag: 11– 20 Uhr
Angelika Kauffmann (1741 – 1807) war eine der bekanntesten und gebildetsten Persönlichkeiten ihrer Zeit und war als Malerin international anerkannt. Ihre Gemälde und Grafiken hängen in vielen berühmten Museen der Welt. Herder nannte sie die vielleicht kultivierteste Frau Europas, und Goethe hat sie als Weib mit wirklich ungeheurem Talent bezeichnet. Freiherr von Gerning, der die Grundlagen zur Sammlung Nassauischer Altertümer in Wiesbaden gelegt hat, sagte gar, daß ein Engel ihr Namen, Griffel und Farbenschmelz gegeben habe.
Die Beziehungen und die Freundschaft zu Angelika Kauffmann waren für Goethe von erheblicher Bedeutung. Die italienische Reise (1786 – 88) und insbesondere sein Aufenthalt in Rom gaben Goethe die Möglichkeit, sich aus dem engen Hof- und Verwaltungsleben in Weimar zu befreien. Durch Angelika Kauffmann erhielt er neue Impulse für sein künstlerisches Schaffen. Goethe las Angelika die Iphigenie vor, die sie später illustrierte. Ihre Kenntnisse und Qualität in den malerischen Fähigkeiten regten Goethe wieder zu eigenen Zeichnungen an.
Die Ausstellung zeigt das Werk Angelika Kauffmanns aus unterschiedlichen Perspektiven. Als Portraitmalerin zeigt sie sich selbstbewusst und entwickelt ihren eigenen Stil. Erst 23-jährig porträtiert sie den Altertumswissenschaftler Johann Joachim Winckelmann. Mit diesem Bildnis gelingt ihr der Durchbruch als Künstlerin. 1782 malt sie als Allegorie das Selbstbildnis als Zeichnung inspiriert von der Muse der Poesie, eine Darstellung, die die Verbundenheit zwischen den Künsten Malerei und Poesie zeigt und zum Symbol dieser Ausstellung wird. Angelika Kauffmann hat sich nicht mit der Porträtmalerei begnügt, sie beschäftigte sich mit guter Literatur, besonders mit Shakespeare, und erwarb Kenntnisse sowohl in der Mythologie als auch in griechischer und römischer Geschichte. Ihr Ziel, Historienmalerin zu werden, setzte sie auch in ihren Werken um. Der Kreis schließt sich mit der Genremalerei.
Neben dem Porträt Isaac von Gerning werden in der Ausstellung kostbare Leihgaben aus Privatbesitz und verschiedenen Museen, Ölgemälde und Grafiken, die von Angelika Kauffmann und Kupferstechern der damaligen Zeit gestochen wurden, gezeigt. Auch Autographen und nach ihren Motiven bemaltes Porzellan werden zu sehen sein.



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